Hubschrauber Pilot

in Österreich

Ich werde Hubschrauber-Pilot

Der große Traum vom Fliegen steckt in vielen Menschen. Was aber muss getan werden, um diesen Traum Realität werden zu lassen? Mit der Aussage: "Ich werde Hubschrauber-Pilot" alleine ist es nicht zu schaffen. Aber es gibt auch keinen Grund, sich nicht auf den Weg zu machen, wenn es irgendwann heißen soll: Ready for Take-Off!

Ausbildungsvarianten

JAR FCL 1 Amdt. 7 Hinter diesem Kürzel verbirgt sich in Österreich die Rechtsgrundlage zur Piloten-Ausbildung: Joint Aviation Requirements Flight Crew Licensing Amendement 7. Gute Englischkenntnisse sind also schon einmal gefordert. Wer ins Cockpit möchte, muss sich für einen der drei Ausbildungswege entscheiden. Das Integrated-System empfiehlt sich für angehende Flugschüler ohne Vorkenntnisse, die "modulare" Ausbildung sieht nach jedem Ausbildungsschritt eine theoretische und praktische Prüfung vor und die MPL (Multi Pilot Licence) steht für eine Sonderform, die ein bestandenes Auswahlverfahren des zukünftigen Arbeitsgebers voraussetzt.

Rechnen mit spitzem Bleistift!

Zwischen eineinhalb und zwei Jahren müssen für die Ausbildung in einer Flugschule veranschlagt werden, bei den Kosten ist mit 60.000 bis 80.000 Euro zu rechnen, die die Kosten für Unterkunft und Verpflegung ebenso nicht berücksichtigen, wie den Betrag von bis zu rund 25.000 Euro für den offiziellen Erwerb einer s.g. "Musterberechtigung", die zur Führung eines ganz bestimmten Flugzeug-Modells erforderlich ist. Nach dem Einstiegsalter gefragt, sollte der Piloten-Anwärter die 30 nicht wesentlich überschritten haben.

Die fliegerische Zukunft

Ist die Finanzierung erst einmal gesichert, sollte man die fliegerische Lehrzeit möglichst ohne Unterbrechungen hinter sich bringen. Ein positiver Lebenslauf erleichtert den späteren Berufseinstieg, der sich natürlich auch am dann aktuellen Piloten-Bedarf orientiert. Zumal der Pilot dem Arbeitgeber dann über einen entsprechend langen Zeitraum zur Verfügung steht und sich im wahrsten Sinne des Wortes hinsichtlich der Ausbildungskosten (das s.g. Typerating) amortisiert. Was wiederrum auch der eigenen Altersversorgung sehr entgegen käme.

Flugzeug ist nicht gleich Flugzeug

Hier kommt das österreichische Luftrecht mit der Vorgabe ins Spiel, welchen Flugzeugtyp der lizensierte Berufspilot fliegen darf. Ausschlaggebend ist dabei die bereits erwähnte Musterberechtigung für Hubschrauber in verschiedenen Gewichtsklassen. Für die Führung von Verkehrsflugzeugen gibt es zahlreiche zusätzliche Anforderungen. So werden beispielsweise mindestens 1.500 Stunden praktische Flugerfahrung vorausgesetzt.

Flugausbildung und Studium

Wer beides miteinander verbinden möchte, könnte z.B. an der Hochschule in Bremen den internationalen Studiengang für Luftverkehrsmanagement und -Systemtechnik (ILST) belegen und dies zusammen mit der Flugausbildung mit dem Bachelor-Grad beenden. Das Brutto-Einstiegsgehalt eines Piloten beginnt dann bei 2.000 bis 4.000 Euro An dieser Stelle darf man den großen Traum vom Fliegen in der Praxis erleben.